Rund 50.000 Euro für die Sanierung der Orgel in der Wallfahrtskirche– Kirchenstiftung, Bistum und Spender tragen zur Finanzierung bei
Kößlarn. Die „alte Dame“ ist wieder bestens gerüstet für die kommenden Jahre: Nach einer umfangreichen Sanierung kann die Orgel der Pfarr- und Wallfahrtskirche Heiligste Dreifaltigkeit in Kößlarn rechtzeitig zum Hochfest Allerheiligen wieder in ihrer ganzen Klangfülle erklingen. Seit dem Frühjahr wurde an dem Instrument gearbeitet. Für die aufwendige Sanierung waren rund 50.000 Euro veranschlagt.
Die Orgel aus dem Jahr 1934 ist mittlerweile in die Jahre gekommen und bedurfte einer grundlegenden Überholung, da sie nurmehr mit viel Gutem Willen bespielbar war. Mit den Arbeiten wurde die Orgelbaufirma Eisenbarth GmbH aus Passau beauftragt. Besonders aufwändig gestaltete sich die Erneuerung der sogenannten „Taschen“, die zur pneumatischen Steuerung der Orgel gehören. Diese mussten in akribischer Kleinarbeit erneuert und eingebaut werden. Eine Arbeit, die handwerkliches Geschick, viel Geduld und Präzision erforderte. Orgelbauer Kosmas Fruth und weitere Fachkräfte der Orgelbaufirma arbeiteten monatelang an der Orgel, die komplett zerlegt war und Schritt für Schritt wieder zusammengebaut wurde.
Ursprünglich war geplant, die Sanierung bereits zum Erntedankfest abzuschließen. Aufgrund des Umfangs der Arbeiten verzögerte sich die Fertigstellung jedoch um einige Wochen.
Unterstützung durch Spender
Für die Sanierung wurden rund 50.000 Euro veranschlagt. Den größten Teil der Kosten übernimmt die Kirchenstiftung Kößlarn. Das Bistum Passau beteiligt sich mit einem Zuschuss von zehn Prozent.
Erfreulich ist die Unterstützung durch einige Spender. Neben Einzelpersonen haben auch kirchliche Vereine und Firmen zur Finanzierung beigetragen, darunter der Katholische Frauenbund und der Missionskreis Kößlarn. Der Anteil der Spenden beträgt 15.000 Euro.
Auf Initiative des ehemaligen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Hans Butz fand zudem ein Benefizkonzert zugunsten der Orgelsanierung statt.
Die Orgel – unverzichtbar für die Feier der Liturgie
Die Orgel nimmt in der katholischen Liturgie seit Jahrhunderten einen besonderen Platz ein. Sie ist nicht nur ein wertvolles Musikinstrument, sondern dient vor allem der Ehre Gottes und zur Freude der Gläubigen. Ihr Klang verleiht den Gottesdiensten eine besondere Feierlichkeit, begleitet den Gesang der Gemeinde und hilft den Menschen, ihre Herzen zu Gott zu erheben.
Gerade in Kößlarn kommt ihr eine besondere Bedeutung zu. Die traditionsreiche Pfarr- und Wallfahrtskirche Heiligste Dreifaltigkeit ist nach wie vor ein viel besuchtes Gotteshaus. Neben den regelmäßigen Gottesdiensten der Pfarrei finden hier Wallfahrtsgottesdienste, Andachten und Sakramentenfeiern statt. Auch Pilgergruppen kommen nach Kößlarn, um bei der Muttergottes zu beten und Gottesdienst zu feiern.
Mit der nun abgeschlossenen Sanierung wurde deshalb nicht nur ein wertvolles kirchenmusikalisches Instrument erhalten, sondern auch eine wichtige Investition in die Zukunft der Pfarr- und Wallfahrtskirche getätigt.
Nun darf die „alte Dame“ wieder erklingen – zur Ehre Gottes, zur Freude der Gläubigen und hoffentlich noch viele Jahrzehnte lang. Text: Pfarramt


