Kößlarn: Wallfahrtsmesse mit zehn Priestern
Der Wallfahrtsgottesdienst in der Kößlarner Pfarr- und Wallfahrtskirche erhielt in diesem Monat durch den Besuch von Bischof Moses Prakasam aus Indien eine besondere internationale Prägung. Der Bischof stammt aus der Heimatdiözese des Kößlarner Pfarrvikars Bernardu Cheemalapenta und feierte gemeinsam mit ihm sowie Pfarrer Jörg Fleischer und sieben weiteren indischen Priestern die festliche Eucharistie in Konzelebration.
Zu Beginn der Feier begrüßte Pfarrvikar Bernardu die Gläubigen. Sein besonderer Gruß galt Bischof Moses Prakasam und Pfarrer Günther Müller aus Pfeffenhausen, der den indischen Gast während seines Aufenthaltes im Bistum Regensburg betreut und ihn auch nach Kößlarn begleitet hatte. Er hieß auch seine Mitbrüder Pater Merlu aus Landau, Pater Souri aus Dietersburg, Pfarrvikar Sarveswara aus Freyung, Pater Shabu aus Johanniskirchen, Pater Thomas aus Tittling und Pfarrer Jojappa aus Windorf, sowie Pater Anil aus Pfeffenhausen. Willkommen.
Für den feierlichen musikalischen Rahmen sorgten die Kößlarner Bläser, die den Wallfahrtsgottesdienst festlich gestalteten. Einen besonderen und bewegenden Akzent setzte das gemeinsam gesungene Gloria in der indischen Sprache Telugu. Der kraftvolle Gesang beeindruckte die Gottesdienstbesucher und machte die weltumspannende Gemeinschaft der Kirche auf eindrucksvolle Weise hörbar.
In seiner Predigt schilderte Bischof Moses Prakasam die Situation der katholischen Kirche in Indien. Trotz ihres lebendigen Glaubens stehe sie vielerorts vor großen Herausforderungen. Neben der seelsorglichen Arbeit trage die Kirche eine große Verantwortung für zahlreiche soziale Einrichtungen und Projekte, die Kindern, Familien, Kranken und benachteiligten Menschen zugutekommen. Der Bischof bat die Gläubigen deshalb um ihr Gebet und ihre Unterstützung. Kirche, so betonte er, sei eine weltweite Solidargemeinschaft, in der Christen füreinander Verantwortung übernehmen.
Gleichzeitig erinnerte der Bischof daran, dass diese Solidarität keine Einbahnstraße sei. Viele Priester aus Indien wirken heute in deutschen Diözesen und leisten einen wertvollen Dienst in den Pfarrgemeinden. Auch Pfarrvikar Bernardu Cheemalapenta ist ein sichtbares Zeichen dieser lebendigen Verbundenheit. Durch ihren Einsatz helfen die indischen Priester entscheidend mit, die sakramentale und seelsorgliche Versorgung der Gläubigen in Deutschland aufrechtzuerhalten.
Der Wallfahrtsgottesdienst wurde so zu einem eindrucksvollen Zeugnis der weltweiten Gemeinschaft der katholischen Kirche. Das gemeinsame Gebet, die internationale Konzelebration und die herzliche Begegnung mit den Gästen aus Indien machten deutlich, dass der Glaube Menschen über Länder und Kontinente hinweg verbindet.


