Fahnen- und Kreuzträger sowie Herold voran und begleitet von den feierlich-würdigen Klängen der Kößlarner Blasmusik, von Bürgermeister, Gemeinderäten, Ehrengästen, Vereinen und Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr geleitete die Prozession Pfarrer Jörg Fleischer mit dem Allerheiligsten von der Pfarrkirche bis in den Unteren Markt, um schließlich ihren Abschluss wieder am Portalstöckl der Kirchenburg mit dem Schlusssegen und dem Te Deum zu finden.
Größtes Interesse der überaus zahlreichen Besucher erweckten natürlich wie jedes Jahr die Kinder in den Kostümen von Handwerkern, Feld- und Waldarbeitern, Jägern, Imkern und Brauern oder auch Köchinnen und Fischerinnen, die alle ihre berufsspezifischen Gerätschaften mit sich führten und so zeigten, wie man früher auf dem Land gearbeitet und sein Brot verdient hat. Doch den wenigsten Zuschauern dürfte bewusst gewesen sein, dass die Kinder hier die Rolle der früheren Zünfte übernommen haben, die noch den barocken Erntedankprozessionen das Geleit gegeben hatten. Eine besondere Attraktion stellten natürlich auch heuer die mitgeführten Tiere wie Gänse, Hühner, Tauben und Schafe oder auch die auf Leiterwagen mitgezogenen Modelle einer Sägemühle und eines Rottaler Vierseithofes dar. Besinnlicher wurde es, sobald die Statuen der Bauernheiligen Isidor und Notburga sowie des Pestheiligen. Sebastian vorbeizogen, die noch einmal den religiösen Charakter des Umzuges betonten.
Denn nach der Prozession mischten sich Teilnehmer und Gäste zu einem launigen Beisammensein, wo zwischen Buden und Ständen von fleißigen ehrenamtlichen Helfern reich aufgetischt wurde: Braten, Würstel, Kuchen und Schmalzgebackenes. Zur Unterhaltung spielten die Kößlarner Bläser. Flohmarktartikel zugunsten der Mission wurden ebenso angeboten. Besser, und darin dürften sich alle einig gewesen sein, kann ein Fest nicht gelingen! -mn