Bistum

Auftakt zur Visitation

Rotthalmünster Pfarrverband am 02.10.2023

Auftakt Visitation
Gemeinsam für die Zukunft der Kirche: Zum Auftakt der Visitation im Pfarrverband Rotthalmünster kamen unter anderem (vorne von rechts) Visitationssekretär Markus Sturm, Visitator Domkapitular Dr. Hans Bauernfeind, Moderatorin des Abends Rebekka Redinger-Kneißl, Pfarrer Jörg Fleischer und Vikar Bernadu Cheemalapenta. – Foto: Brodschelm

Gemeinsam die Kirche vor Ort gestalten

Auftaktveranstaltung der bischöflichen Visitation mit Dr. Hans Bauernfeind im Pfarrverband Rotthalmünster

Rott­hal­müns­ter. Ein ehr­li­cher Blick auf die Kir­che, den Glau­ben und auf den Pfarr­ver­band wer­fen: Das ist das Ziel der bischöf­li­chen Visi­ta­ti­on, die der­zeit im gesam­ten Deka­nat Pocking statt­fin­det. Am Diens­tag­abend fand der Auf­takt im Pfarr­ver­band Rott­hal­müns­ter statt und Ver­tre­ter aus allen fünf Pfar­rei­en waren dazu gekommen.

Dabei wur­de kein Blatt vor den Mund genom­men beim Tref­fen im Pfarr­heim St. Boni­fa­ti­us nach dem Auf­takt­got­tes­dienst. The­men wie Über­al­te­rung, Per­so­nal­man­gel, Skan­da­le in der Kir­che, immer weni­ger Kirch­gän­ger, Umgang mit Diver­si­tät und Homo­se­xua­li­tät, aber auch die Kir­chen­steu­er wur­den offen angesprochen. 

Über allem jedoch stand eine wich­ti­ge Fra­ge, mit der sich alle Anwe­sen­den, dar­un­ter Ver­tre­ter der kirch­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen, Ver­ei­ne, Inter­es­sier­te und haupt­amt­li­che Mit­ar­bei­ter der Pfar­rei­en, in den nächs­ten Wochen beschäf­ti­gen wol­len: Was bringt uns als Kir­che vor Ort voran?“

Die­se Fra­ge stell­te Visi­ta­tor Dom­ka­pi­tu­lar Dr. Hans Bau­ern­feind und er erklär­te damit mit ein­fa­chen Wor­ten, den Sinn der bischöf­li­chen Visi­ta­ti­on. Bereits in sei­ner Begrü­ßung beim Got­tes­dienst freu­te er sich auf die­se Auf­ga­be: Wir machen uns heu­te gemein­sam auf den Weg – für die Zukunft der Kirche.“ 

In sei­ner Pre­digt ging er ins Detail und rief alle dazu auf, an einem Strang zu zie­hen: Ihr alle seid mit gan­zem Her­zen dabei und ihr seid das Gesicht der Kir­che.“ Im bes­tens gefüll­ten Pfarr­heim begrüß­te Pfar­rer Jörg Flei­scher neben dem Dom­ka­pi­tu­lar auch die Mode­ra­to­rin des Abends, Rebek­ka Redin­ger-Kneißl, und den bischöf­li­chen Visi­ta­ti­ons­se­kre­tär, Mar­kus Sturm.

Wir alle sind im Bis­tum Pas­sau eine fro­he, ein­la­den­de und soli­da­ri­sche Glau­bens­ge­mein­schaft“, stell­te Dr. Bau­ern­feind an den Anfang sei­ner Aus­füh­run­gen. Er erklär­te Mis­si­on und Auf­trag der Visi­ta­ti­on, die alle fünf Jah­re in den Pfar­rei­en durch­ge­führt wer­den sollte.

Neben vie­len Punk­ten, die man offen anspre­chen müs­se und die die Gemein­schaft auch blo­ckie­ren, gebe es eben­falls viel Posi­ti­ves: In unse­rem Bis­tum gibt es noch vie­le leben­di­ge Pfar­rei­en, vie­le kirch­li­che Ver­ei­ne. Wir leben hier in kei­ner Glau­bens­wüs­te“, war Dr. Bau­ern­feind überzeugt. 

Im Anschluss stell­ten die Anwe­sen­den selbst vie­le Fra­gen. Zum Bei­spiel: War­um wird in Pas­sau viel Geld in das soge­nann­te Home inves­tiert, aber es bleibt kein Geld für die drin­gen­de Sanie­rung der Pfarr­kir­chen Rott­hal­müns­ter und Kößlarn?“ 

Im Detail wur­de beant­wor­tet, dass dies ver­schie­de­ne Geld­töp­fe sei­en und wegen Coro­na vie­le wich­ti­ge Bau­pro­jek­te ver­scho­ben wer­den muss­ten. Das Home“ am Dom­platz wur­de vom bischöf­li­chen Stuhl finan­ziert ohne Steu­er­gel­der anzu­fas­sen. Und wie sol­le man jetzt wegen der Pro­jek­te wei­ter ver­han­deln? Gebt nicht auf, fragt nach, bleibt dran“, gab Dr. Bau­ern­feind mit auf den Weg.

Die Kir­che müs­se offe­ner wer­den, zum Bei­spiel auch in Sachen Beich­te und Diver­si­tät. Auch dem stimm­te der Visi­ta­tor zu: Die Kir­che muss sich immer wie­der erneu­ern, offen auf alle zuge­hen, vor allem auch in Sachen Diver­si­tät und Homo­se­xua­li­tät. Wir wol­len als Kir­che auch lernen.“ 

Dazu gehö­re auch die Jugend bes­ser anzu­spre­chen, sie wie­der in die Glau­bens­ge­mein­schaft zu holen. Die Jugend nicht aus dem Blick zu ver­lie­ren, war eines der zen­tra­len The­men, die der Visi­ta­tor mit nach Pas­sau neh­men werde.

Zum The­ma Beich­te erklär­te Dr. Bau­ern­feind, dass er dabei den Begriff Sakra­ment der Ver­söh­nung“ bevor­zu­ge. Jeder habe ein ande­res Bedürf­nis mit­ein­an­der zu reden. Als Pries­ter müs­se man sich gesprächs­be­reit zeigen.

Pfar­rer Flei­scher erklär­te dazu, dass es in Rott­hal­müns­ter ein Beicht­zim­mer gibt. Hier kann man offen dem Pries­ter gegen­über­sit­zen und ein­fach reden. Wer eine klas­si­sche Beich­te bevor­zugt, der bekommt die­se natür­lich auch noch. Aber Gesprä­che wer­den in den letz­ten Jah­ren defi­ni­tiv bevorzugt. 

Am Ende der Dis­kus­si­on war klar, es gibt vie­le The­men, die man inner­halb des Pfarr­ver­bands auf­grei­fen kann, um gemein­sam die Zukunft der Kir­che vor Ort zu gestal­ten. Eine Mög­lich­keit dazu bie­tet die Klau­sur­ta­gung am Sams­tag, 14. Okto­ber, im Haus der Begeg­nung“ in Burg­hau­sen, wozu alle aus dem Pfarr­ver­band Rott­hal­müns­ter ein­ge­la­den sind. Anmel­den kann man sich dazu im Pfarr­bü­ro unter 08533 – 590. – th

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