Eine besondere Freude wurde den zahlreichen Besuchern des Kößlarner
Wallfahrtsgottesdienstes im August zuteil: die Begegnung mit dem
einzigen Neupriester dieses Jahres, Tobias Asbeck, der am 1. Juli im
Hohen Dom zu Passau durch Bischof Oster die Weihe erhielt und nun die
Urlaubsvertretung in Pocking übernimmt, bis er im Herbst seine erste
Stelle als Kaplan in Grafenau antritt. Mit dem Neupriester feierten
Pfarrer Jörg Fleischer und Vikar Bernard Cheemalapenta, der auch das
Evangelium von der Verklärung Christi vortrug. In seiner Predigt griff
Asbeck einen häufig zu hörenden Vorwurf gegen die Christen auf: Sie
würden alles durch die „rosarote Brille“ sehen und naiv sich die Welt
mit ihren Leiden und Nöten schönreden. Asbeck brachte indes eine ganz
andere Interpretation der „Verklärungsszene“ ins Spiel: Der Glaube
gewähre als Aufklärung aller Dunkelheiten einen Durchblick durch die
Welt mit all ihren Sorgen, hin auf das ewige Ostern mit dem von Gott
verheißenen Glück. Glaube ist also alles andere als Lebensflucht,
vielmehr Trost in den Leiden und damit auch Ermutigung zum Leben.
Am Ende des Gottesdienstes, der von der Asbacher Männerschola unter
Leitung von Florian Kölbl mit lateinischen Messgesängen und
volkstümlichen Marienliedern gestaltet wurde, erteilte Tobias Asbeck
noch jedem einzelnen den Primizsegen.
Der nächste Wallfahrtsgottesdienst findet wegen des Erntedankfestes im September erst am ersten Oktober statt. -mn